Neues Feuerwehrhaus in Stork feierlich eingeweiht und gesegnet: 1,4 Millionen Euro für die Sicherheit 

„Heute ist ein besonderer Tag für Stork, für unsere Feuerwehr und für unsere gesamte Gemeinde. Wir sind zusammengekommen, um ein Gebäude offiziell seiner Bestimmung zu übergeben – aber wir feiern heute viel mehr als nur die Fertigstellung eines Bauwerks. Wir feiern Engagement, Gemeinschaftssinn und den erfolgreichen Abschluss eines langen Weges“, betonte Fliedens Bürgermeister Christopher Gärtner in seiner Ansprache. Zugleich unterstrich er, dass es sich um eine wichtige Investition in die Zukunft der Feuerwehr, des Ehrenamts und der gesamten Gemeinde handelt – und damit ein klares Bekenntnis der Gemeinde Flieden zur Unterstützung des Ehrenamts und zur nachhaltigen Sicherung der Gefahrenabwehr.

Mit dem Neubau hat die Gemeinde Flieden ein zukunftsweisendes Projekt für den Ortsteil realisiert: Das alte Feuerwehrhaus entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen, sodass ein kompletter Neubau erforderlich wurde. Das neue Gebäude wurde direkt an das Dorfgemeinschaftshaus angebaut. In diesem Zuge erfuhr auch das DGH eine umfassende Aufwertung – unter anderem wurde das Dach erneuert und die Außenanlagen verbessert. Das moderne Feuerwehrhaus erfüllt alle aktuellen Anforderungen an Technik und Funktionalität. Es verfügt unter anderem über eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung, getrennte Umkleiden für Frauen und Männer, moderne Sozialräume, eine Küche, einen Schulungsraum sowie Büroräume. Gleichzeitig wurde durch die enge Verbindung mit dem Dorfgemeinschaftshaus ein zentraler Treffpunkt für das Dorf weiter gestärkt.

Die Gemeinde Flieden hat für das Projekt rund 1,4 Millionen Euro investiert. Unterstützt wurde die Maßnahme durch Fördermittel des Landkreises Fulda in Höhe von 99.300 Euro und des Landes Hessen in Höhe von 132.400 Euro zur Förderung des Brandschutzes. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen – darunter die Corona-Pandemie, steigende Baukosten infolge des Ukraine-Krieges sowie Fachkräftemangel im Handwerk – konnte das Projekt wirtschaftlich umgesetzt werden.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, wurden gezielt Einsparpotenziale genutzt, ohne dabei die Qualität zu beeinträchtigen. So wurde beispielsweise beim Bodenbelag statt einer Fliesenlösung eine Beschichtung gewählt, die rund 40 Prozent günstiger war. Bei den Wandflächen kamen Aluverbundplatten zum Einsatz, wodurch gegenüber einer Fliesenausführung sogar etwa 60 Prozent eingespart werden konnten. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Stork haben außerdem den DGH-Bestandsteil vollständig entkernt – komplett in Eigenleistung. Diese kostensparenden Maßnahmen trugen maßgeblich dazu bei, dass das Projekt im veranschlagten Rahmen blieb – auch wenn sich dadurch die Bauzeit verlängerte. Der offizielle Startschuss fiel im April 2021, die letzte Abnahme erfolgte im September 2025.

Die Einweihungsfeier war geprägt von zahlreichen Grußworten aus Politik, Feuerwehr und Gesellschaft. Dabei wurde immer wieder die Bedeutung des Neubaus für die Einsatzkräfte und die Sicherheit der Bevölkerung betont. „Es war ein langer Weg, aber es ist wirklich toll geworden. Wir sind sehr glücklich mit unserem neuen Feuerwehrhaus“, zeigte sich Tobias Krebs, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Flieden-Stork erleichtert und stolz in seiner Begrüßungsrede. Gemeindebrandinspektor Holger Heil betonte die besondere Bedeutung des Neubaus: „Das ist nicht irgendein Gebäude – es ist das Herzstück der Feuerwehr vor Ort. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung für die Kameradinnen und Kameraden, die sich täglich für die Sicherheit der Menschen einsetzen.“ Der Bundestagsabgeordnete und parlamentarischer Staatssekretär Michael Brand dankte den Einsatzkräften: „Auf unsere Feuerwehr ist Tag und Nacht Verlass. Sie ist die größte freiwillige Bewegung in unserem Land und von unschätzbarem Wert. Macht weiter so.“ Auch Kreisbrandinspektor Adrian Vogler lobte die starke Gemeinschaft: „Die Feuerwehr Stork ist eine großartige Feuerwehrfamilie mit enormer Strahlkraft und beeindruckendem Zusammenhalt.“ Ortsvorsteherin Martina Krebs machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung aus der Politik war: „Ein Projekt dieser Größenordnung kann nur umgesetzt werden, wenn die politischen Gremien die finanziellen Mittel bereitstellen. Dafür bin ich sehr dankbar – ebenso wie für diese moderne Unterkunft für die wichtige Arbeit unserer Feuerwehr.“ Zugleich sprach sie im Namen der Bürgerschaft ihren Dank an die Einsatzkräfte aus. Auch Landrat Bernd Woide gratulierte zum gelungenen Neubau: „Das Gebäude ist wirklich schön geworden. Doch ohne die Kameradinnen und Kameraden hätte es keinen Wert – danke für euer Engagement.“ Zum Abschluss des offiziellen Teils betonte Tobias Krebs, dass die Feuerwehr Stork mit dem neuen Feuerwehrhaus nun über optimale Bedingungen für Ausbildung, Einsatz und Gemeinschaft verfügt.

Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bekamen nach dem offiziellen Teil ein Rahmenprogramm geboten, das zum Verweilen einlud. Mit Kaffee und Kuchen, kühlen Getränken, Leckereien vom Grill, Hüpfburg, Kinderschminken, Dosenwerfen und Bastelangebot wurde an alle Altersgruppen gedacht.