Sitzung der Gemeindevertretung Flieden: Vereinsförderung auf neue Grundlage gestellt und Entscheidung für die Königreichhalle getroffen
Mit der Verabschiedung der neuen Vereinsförderrichtlinie erhält die Unterstützung der örtlichen Vereine erstmals einen einheitlichen und transparenten Rahmen. Bisher basierte die Förderung auf verschiedenen Einzelbeschlüssen und gewachsenen Regelungen. Diese werden nun in einem übersichtlichen Regelwerk zusammengeführt. Ziel der Richtlinie ist es, die Jugend-, Vereins-, Sport-, Kultur-, Brauchtums-, Umwelt- und Sozialarbeit in Flieden zu stärken und das ehrenamtliche Engagement nachhaltig zu fördern. Im Rahmen der Beratungen wurde zudem ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion eingebracht, der von der Gemeindevertretung ebenfalls beschlossen wurde.
Gleichzeitig wurde betont, dass die neue Förderrichtlinie kein starres Regelwerk ist. Vielmehr versteht man sie als Grundlage, die sich mit den Bedürfnissen der Vereine weiterentwickeln kann.
„Die Richtlinie ist ein Anfang. Wir werden die Erfahrungen der Vereine aufnehmen und die Fördermöglichkeiten bei Bedarf weiterentwickeln. Was heute beschlossen wurde, soll auch künftig ergänzt, angepasst und verbessert werden können“, so Bürgermeister Christopher Gärtner. Die neue Vereinsförderrichtlinie tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft.
Einen weiteren bedeutenden Beschluss fasste die Gemeindevertretung mit der Entscheidung zur Zukunft der TV-Halle. Nach Abschluss der umfangreichen Machbarkeitsstudie legten sich die Vertreterinnen und Vertreter einstimmig auf die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Halle fest und beauftragten die Verwaltung, die weiteren Planungsschritte einzuleiten. Die bestehende TV-Halle soll zur modernen „Königreichhalle“ mit integrierter Turnhalle und Veranstaltungsfunktion weiterentwickelt werden. Die Investitionskosten werden aktuell auf rund 5,7 Millionen Euro geschätzt, wovon 5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur des Bundes einfließen können.
„Das ist ein historischer Beschluss für unsere Gemeinde. Nach Jahrzehnten der Diskussionen und Untersuchungen haben wir nun eine klare Perspektive für die Zukunft geschaffen. Mit der Königreichhalle erhalten wir einen Ort für Kultur, Feste und Vereine, der den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht wird und gleichzeitig wirtschaftlich verantwortbar ist“, ist Christopher Gärtner überzeugt.
